Konzertbericht Nine Inch Nails – Zitadelle Spandau Berlin 15. Mai 2014

20. Mai 2014  •  Musik News

Heute gibt es einen ganz speziellen Leckerbissen für Freunde der elektronischen Klänge. Das Electro-Projekt Nine Inch Nails, kurz NIN, tourt derzeit in Europa. Am 15. Mai 2014 spielte die Band um Trent Reznor ihr einziges Deutschlandkonzert. Es fand in der Zitadelle Spandau in Berlin statt. Ein Konzertbericht zu diesem Abend gibt es jetzt.

Industrial-Electro-Rock live

Nine Inch Nails 2014
Hinter der US-amerikanischen Band „Nine Inch Nails“ steht seit 1988 der Allrounder Trent Reznor. Dieser sollte sich an diesem Berlin-Abend von seiner besten Seite zeigen. Aber vorher versuchen Cold Cave den wartenden Fans die Zeit zu vertreiben. Bei Cold Cave handelt es sich um eine Synthi-Band aus Los Angeles und NYC. Heute stehen sie zu zweit auf der Bühne. Leider klingen die Songs wie aus der Konserve und enden meist abrupt. In etwa so, als hätte jemand auf die Stop-Taste gedrückt. Glücklicherweise wird die Show und Stimmung zum Ende hin besser.

Jetzt ist es soweit. Mit „Me, I’m Not“ beginnt das Konzert von NIN. Die ersten Töne von Sänger Reznor wirken noch etwas leise und verhalten. Song für Song wird seine Stimme aber kräftiger und lauter. Vielleicht hat man auch am Mischpult etwas nachjustiert.

Sehr gut gelingt der Einsatz des Bühnenlichts. Mal gibt es kühle Laserlichter in Blau, mal wird Trent von einem Crew-Mitglied höchstpersönlich mit einem Strahler angeleuchtet. Spätestens nach 30 Minuten wird jedem Besucher des Konzerts klar, was für eine riesige Lightshow hier dahinter steht. Die Songs wechseln nun hin und wieder von minimalistischen Electro zu gitarrenlastigen Tönen, sowie von Industrial zu Rock. Was sich im ersten Moment zu gegenläufig anhört, funktioniert perfekt. Alles geht wunderbar ineinander über, sodass es keinen wirklichen Bruch im Spannungsaufbau gibt. Trent und seine Bandmitglieder wechseln dazu recht häufig die Instrumente. Der Bassist beispielsweise sitzt hier mal hinter den Drums und spielt dann auf einem Synthesizer oder greift zur Gitarre.

Der Anfang vom Ende

Nach knapp 1,5 Stunden ist das Konzert zuende. Vorläufig. Denn lange lassen sich die Vier nicht bitten und kommen mit einer Zugabe auf die Bühne zurück. Es folgen drei weitere Songs. Zum Schluss spielen NIN ihre Version von „Hurt“. Das ist der Titel womit Johnny Cash 2002 sein Comeback gelang. Gänsehaut kommt hoch und der Abend wird noch lange in angenehmer Erinnerung bleiben.

Die komplette Setlist von diesem Konzert, sowie eine Discography der aktuellen vier Alben, finden sich am Ende des Beitrags.

Setlist Nine Inch Nails, 15.05.2014

Nine Inch Nails Live in Berlin 2014

Nine Inch Nails Live in Berlin 2014

  1. Me, I’m Not
  2. Sanctified
  3. The Beginning of the End
  4. March of the Pigs
  5. Piggy
  6. All Time Low
  7. Disappointed
  8. The Becoming
  9. Came Back Haunted
  10. Find My Way
  11. Various Methods of Escape
  12. Survivalism
  13. The Warning
  14. Copy of A
  15. The Great Destroyer
  16. Hand Covers Bruise
  17. Beside You in Time
  18. Wish
  19. The Hand That Feeds
  20. Head Like a Hole
  21. Closer (Zugabe)
  22. The Day the World Went Away (Zugabe)
  23. Hurt (Zugabe)

Die letzten vier Alben – Diskographie Nine Inch Nails

Fotos: DJBasis.de

Top