Reingehört: Boys Noize – Out of the black

9. Oktober 2012  •  Neuvorstellungen

Die einen verbinden Boys Noize vielleicht mit Remixscheiben von Bloc Party, Lützenkirchen, Depeche Mode, Roykscopp, The Chemical Brothers oder Daft Punk. Andere kennen mit Sicherheit noch sein Electro-Projekt Kid Alex. Alexander Ridha aka Boys Noize bringt nun sein mittlerweile achtes Album in die Läden. Es heißt „Out of the black“ und ist ab sofort erhältlich. Wir von DJBasis.de konnten uns bereits eine Meinung bilden.

Ohne wenn und aber…

… und das ist eigentlich schon fast die Kurzzusammenfassung vom neuen Boys Noize Album, denn die zwölf Tracks sind lupenrein komponiert und abgemischt. Als besonderes Highlight, gibt es drei Songs, bei denen Alexander Ridha verschiedene Künstler ins Studio geholt hat. Dazu zählen Gizzle, Siriusmo und Snoop Dogg. Stilwechsel? Weit gefehlt. Damit erleidet „Out of the black“ keinerlei Kratzer. Im Gegenteil. Die Singleauskopplung ist „XTC“ schon ganz gut, doch das Album hat mehr zu bieten. Auf dem YouTube-Channel gibt es den Opener-Track „What you want“ in voller Länge zu hören.

Auch schön zu lesen, was andere Künstler über den Hamburger Boys Noize sagen. Wie beispielsweise Jake Shears – Scissor Sisters: „My primary reasons were not only the fact that is he incredibly talented and can pull shit off that we can’t, he’s a) willing to try stuff that is completely out of his supposed territory and b) Will let me get totally shit faced and take my shirt off and fist-pump like a lunatic behind him while he’s dj’ing.“ oder Gonzales: „Drum machines were being PLAYED, not programmed, and Alex was always DOING something to the music, even as I played keyboard parts… later we improvised a 909 and Piano duet LIVE at the Berlin festival and it was like playing with a jazz drummer – but even better, because it was modern.“

Playlist vom Album „Out of the black“

  • 01. What You Want
  • 02. XTC
  • 03. Missile
  • 04. Ich R U
  • 05. Rocky 2
  • 06. Circus Full Of Clowns (feat. Gizzle)
  • 07. Conchord (feat. Siriusmo)
  • 08. Touch It
  • 09. Reality
  • 10. Merlin
  • 11. Stop
  • 12. Got It (feat. Snoop Dogg)

Die Gesamtlaufzeit sind ca. 58 Minuten. Das Album erschien am 05.10.2012 beim Label „Boys Noize Records“.

Reingehört: das Fazit zu „Boys Noize – Out of the black“

Portrait Boys Noize (Foto: Boys Noize Records www.boysnoize.com)

Portrait Boys Noize (Foto: Boys Noize Records www.boysnoize.com)

Eines vornweg. Die CD und Verpackung fallen gleich ins Auge. In tiefschwarz wirken sie dezent und edel. Aber nicht nur die Optik punktet. Die jahrelange Routine als Deejay und Produzent merkt man an jeder Stelle. Alle Songs kommen in gewohnter Qualität. Dabei erfindet Alexander Ridha zwar nicht das (Musik-) Rad neu, doch „Out of the black“ kann als Gesamtwerk überzeugen. Ob laut im Club, oder leise zum Chillen. Jede Lautstärke ist erlaubt und mildert zu keiner Zeit die Energie des Albums. Top.

Was möglicherweise zu einem kleinen Stirnrunzeln führt, ist die (noch) Nichtauffindbarkeit bei den Musikstreaming-Diensten Spotify oder Deezer (Stand 09.10.12). Aber das kann sich ja schnell ändern, zumal bei Deezer schon alle vorherigen Alben vorhanden sind.

Unser Favorit ist „Reality“.

 

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